Suchtpräventionswoche 2015

Bericht Suchtpräventionswoche der 8. Klasse der

Werkrealschule March im Jugendzentrum JUMA

 

Die 8. Klasse war drei Tage lang in das Thema „Sucht und Abhängigkeit“ eingetaucht, um zu erfahren, wie Sucht entsteht und wie ihr begegnet werden kann.

 

Mittwoch, 14.11.2015

 

Am ersten Tag konnten die Schülerinnen und Schüler in einem Krabbelsack Gegenstände herausfischen, die symbolisch für eine Suchtform standen. So wurde eine Computermaus herausgeholt, die natürlich die PC-Spielsucht deutlich machen sollte. Auch ein Kaufhausprospekt wurde aus dem Sack geholt und es wurde hierüber deutlich, dass es auch eine Kaufsucht gibt. Nach und nach kamen alle Sachen zum Vorschein, die noch diese Süchte präsentierten:

Würfel – Spielsucht (Poker / Spielhalle / Casino)

Tabletten – Abhängigkeit von Pillen

Wodkaflasche – Alkoholabhängigkeit

Tabak – Zigarettensucht

Weiter ging es mit Filmen zum Thema: Gezeigt wurde ein indonesisches Kind im Alter von nur 2 Jahren, welches am Tag ca. 40 Zigaretten raucht und abhängig ist. Dies war sehr beeindruckend für die Schüler.

 

Danach kam eine Dokumentation über Drogen im Alltag; dabei ging es um Kaffee, Zigaretten, natürlich Alkohol und Medikamente. Abschließend konnten sich die Schüler ein Bild von der Mager-Sucht bei jungen Mädchen machen und bekamen abschließend einen Eindruck von der Monsterdroge „Crystal Meth“.

 

Nach einer längeren Pause ging es in zwei Gruppen (Mädchen/Jungs), um ungezwungen über verschiedene Süchte zu sprechen. Die Jungs konnten sich ausgiebig über Rauchen und deren Folgen unterhalten und die Mädchen sprachen intensiv über Essstörungen.

Um 15.00 Uhr war der erste Tag zu Ende.

 

Donnerstag, 15.11.2015

 

Mit Verspätung fuhr der Bus dann vom JUMA nach Weitenau in die Suchtklinik.

Dort erwartete uns bereits die Sozialarbeiterin, die uns freundlich empfing.

 

Im Seminarraum stellte sie uns drei junge Männer vor, die in der Suchtklinik ihre Therapie machen. Alle drei sind im Alter zwischen 19 und 22 Jahren; alle drei haben mehrere Einbrüche, Diebstähle und Gefängnis hinter sich. Alle drei wollen nie wieder süchtig werden- süchtig nach Kokain, Haschisch, LSD und vor allem Alkohol.

Die Schülerinnen und Schüler haben viele Fragen gestellt, haben auf alles eine ehrliche Antwort bekommen, was am Ende mit viel Beifall honoriert wurde.

 

Wir alle waren sehr fasziniert von den drei jungen Männern, da sie sehr authentisch waren und auch zeigen konnten, wie sie sich in der Klinik fühlten.

 

Zum Schluss gab es einen Rundgang durch die Klinik; wir sahen die Aufenthaltsräume, die Zimmer und vieles andere mehr.

 

Auf der Rückfahrt gab es viel Gesprächsstoff zu dem Besuch.

 

Freitag, 16.11.2015

Den letzten Tag begannen wir im JUMA mit einem gemeinsamen Frühstück.

 

Nach Brezeln, Brötchen, Nutella und Kaba kam Frau Milbrodt von der Polizeidienststelle March, um anhand von kurzen Filmsequenzen die rechtlichen Aspekte beim Konsum von illegalen Drogen zu beleuchten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, ihren Gleichgewichtssinn mit Rauschbrillen zu testen.

 

Nach der Abschlussrunde konnten die Schülerinnen und Schüler noch einen Spielfilm ansehen, der von einer jungen Frau handelte, die in einer Suchtklinik ihre Alkoholsucht bekämpfte.

So gingen die Schülerinnen und Schüler mit vielen Eindrücken nach Hause.

Thomas Bayer

Anja Huber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Thomas